Respiratorische Polygraphie

Die respiratorische Polygraphie ist eine Untersuchung der ersten Wahl zur Abklärung schlafbezogener Atmungsstörungen, insbesondere bei Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS).

Sie ermöglicht die nächtliche Aufzeichnung respiratorischer Parameter (Atemfluss, thorakoabdominale Atembewegungen, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz) sowie die Analyse respiratorischer Ereignisse (Apnoen, Hypopnoen).

In der Praxis wird die Untersuchung meist ambulant durchgeführt. Die Auswertung basiert insbesondere auf dem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) und muss im entsprechenden klinischen Kontext erfolgen.


Abrechnung einer respiratorischen Polygraphie

Voraussetzung für die Abrechnung einer respiratorischen Polygrafie ist der Nachweis der entsprechenden Ausbildung. Diese kann bei der SGORL erworben werden an den jährlichen Kursen oder auch anderswo, indem der Nachweis erbracht wird, dass 20 respiratorische Polygrafien unter Supervisionen selbständig befundet worden sind.

Die HNO-Ärzt:innen, welche zurzeit in Facharzt-Ausbildung sind, erhalten alle obligat diese schlafmedizinische Ausbildung, in der Regel indem sie an den entsprechenden Kursen teilnehmen. Das Weiterbildungsprogramm wurde am 21.11.2013 revidiert und mit der schlafmedizinischen Ausbildung angepasst. Somit haben alle Assistenzärzt:innen, welche ihre Ausbildung nach diesem Programm (d.h. ab 2014) absolvieren, die Dignität zur respiratorischen Polygraphie automatisch mit ihrem Facharzttitel ORL.

Mehr Informationen finden Sie in den Richtlinien für die Erteilung eines Zertifikats für die Durchführung
von respiratorischen Polygraphien durch ORL-Ärzte.


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